Teestube Reepschlägerhaus

Teestube, Galerie, Konzerte und Lesungen

Schauenburgerstr. 4, 22880 Wedel, Telefon (04103) 85 057

Zur Reepschlägerei

Die Arbeit des Reepschlägers bestand darin, aus Hanf Garne, Seile und Taue zu fertigen. Reep ist mit dem englischen "rope" verwandt, das die Bedeutung von Seil hat. Schlagen heißt der Vorgang, mehrere Stränge zu einem Tau zu vereinen.

Das Reepschlägerhandwerk ist seit dem 13. Jahrhundert  in den Küstengebieten zu finden. Die Hamburger Reepschlägerzunft, die Vereinigung der Reepschläger, ist seit dem Jahre 1345 nachweisbar. Wenn man bedenkt, dass für ein Segelschiff von 50 m Länge 6.000 m Tau benötigt wurden, dann wird deutlich, welche Bedeutung der Beruf der Reepschläger in den Hafenstädten früher hatte.

Durch das Aufkommen der Dampfschiffahrt und dem darausfolgenden Rückgang der Segelschiffahrt hat das Reepschlägerhandwerk schwere Einbußen erlitten. Für einen weiteren Rückgang des Berufes sorgten die Bindfäden- und Taufabriken. Wer dieser Konkurrenz noch standzuhalten vermochte, wurde mit der Produktion von Kunststoffseilen endgültig aus dem Markt gedrängt.

Weitere Informationen zum Beruf des Reepschlägers können Sie bei einem Besuch im Heimatmuseum-Wedel erhalten.

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